Arbeitskreis Schule

Der Arbeitskreis Schule und Kultur hat sich in den vergangenen Jahren einen Schwerpunkt in den Bereichen Partizipation und Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichen gesetzt.       

Partizipation muss von den Betroffenen ausgehen, das reicht an Schulen von der Unterstützung der SV-Arbeit und deren Vernetzung (BSV) bis zur vollen Beteiligung aller Betroffenen an Entscheidungsprozessen. (Dazu gehört auch das Aufbrechen undemokratischer Strukturen, die sich durch das Modellprojekt Schule21 noch verschärft haben.) In diesem Sinne wird auch weiterhin das Eintreten für bessere Bildungschancen in Duisburg ein wichtiges Thema sein.       

DIE LINKE tritt für eine Bildungsoffensive ein, zu der ein erster Schritt die öffentliche Diskussion über den inzwischen vorgelegten Schulentwicklungsplan und seine Umsetzung wäre. Die Bildungsabschlüsse in Duisburg sind auch im Vergleich zu benachbarten Städten katastrophal. Hinzu kommt der Kampf für schadstofffreie Schulgebäude und gegen die Einführung von PPP-Modellen bei den Schulimmobilien. Die PISA-Studien und auch der OECD-Vergleich „Education at a Glance“ haben gezeigt, dass für unterschiedliche Bildungschancen in erster Linie strukturelle Ursachen verantwortlich sind. Wir treten deshalb für ein integriertes Schulsystem („Eine Schule für Alle“) ein, das sich ein Vorbild an den skandinavischen Ländern nimmt. Hierzu gehört auch eine deutlich bessere Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund.       

Zur besseren Förderung einer demokratischen Jugendkultur treten wir ein für Freiräume von Jugendlichen z. B. durch die Schaffung von selbstverwalteten Jugendzentren. Dazu ist es nötig, Kommunikation und Vernetzung zu unterstützen und durch das Schaffen von Freiräumen lebendig fortzuentwickeln.       

In diesem Zusammenhang soll der in Duisburg zur Verfügung stehende Leerstand an Gebäuden in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt recherchiert und nach Möglichkeit zur Verfügung gestellt werden. Gerade die Globalisierungskritische Bewegung ist zu einem wichtigen Bezugspunkt linker Jugendkultur geworden und wird auch zu einem wesentlich Teil von diesen getragen. Über die kommunale Lebensrealität hinaus bietet diese nicht nur einen Blick über den Tellerrand und Möglichkeit zu internationaler Begegnung, sondern auch Ansätze für konkretes Handeln vor Ort. Besonders der (jugend-)kulturelle Anspruch dieser transnationalen Bewegung liefert Forderungen und auch Möglichkeiten gerade für eine so vielseitig geprägte Stadt wie Duisburg.       

Der AK Schule trifft sich jeden 1. Mittwoch im Monat um 17 Uhr im Rathaus, Raum 68 (Ausnahme: am 07.11.12 und 05.12.12 Raum 54).

Für weitere Fragen steht die Sprecherin des Arbeitskreises Barbara Laakmann zur Verfügung.

Die Arbeitskreise: