Alleenkonzept

01. Februar 2019

Lukas Hirtz

Der Umweltausschuss möge beschließen:

 

Bei der Erarbeitung des Alleenkonzepts sind folgende Aspekte zu berücksichtigen:

 

Verjüngung des Bestands

 

Die Stadt Duisburg hat viele ausgewachsene Alleen. Das bedeutet eine enorme Aufwertung des Stadtbildes und die positiven Effekte kommen voll zum Tragen, es bedeutet aber auch, dass sie sich in den kommenden Jahrzehnten ihrem natürlichen Lebensende nähern. Damit die Allee erhalten und ihre Funktionen aufrecht gehalten werden können, ist eine Schrittweise Verjüngung zu vollziehen. Diese Verjüngung muss behutsam nach und nach durchgeführt werden. Sofern die Standfestigkeit und Verkehrssicherheit nicht gefährdet ist, dürfen nur einzelne Bäume ersetzt werden. Die Fällung einer ganzen Allee aus Altersgründen würde zu einem Totalverlust der Alleefunktionen führen, auch wenn junge Bäume nachgepflanzt würden, da es je nach Baumart mehrere Jahrzehnte dauert, bis die Funktionen wieder hergestellt sind.

 

Die Verjüngung sollte durch den Ersatz einzelner Bäume von möglichst Süden her geschehen, damit die Jungbäume nicht von den älteren Beschattet und damit am Wachstum gehindert werden.

 

Ausweitung des Bestands

 

Der Straßenbaumbestand in Duisburg ist in einem schlechten Zustand. Es gibt verhältnismäßig wenige Straßenbäume, die oft in ihren Vitalfunktionen eingeschränkt sind. Das geht aus dem Straßenbaumkonzept hervor. Deshalb ist eine Ausweitung des Alleenbestandes von 5% jährlich notwendig.

Vorrang für Bäume: Auch in engen Straßen können Alleen angepflanzt werden. Hierbei kann durchaus auch Park und Straßenraum für die Baumanpflanzung entsiegelt werden. Dies hätte neben den genannten Vorteilen von Straßenbäumen und Alleen den Vorteil der Verkehrsberuhigung in Wohngebieten. Parkraum kann durch Alleen strukturiert und optimiert werden

 

Auswahl der Bäume und Gestaltung der Alleen

 

Um die Vitalität und den ökologischen Wert von Alleen zu erhöhen, sollten wir uns vom alten Konzept der Aufreihung von Bäumen, wie Zinnsoldaten verabschieden.

Die Duisburger Allen sollen durch die Verjüngung und Neuanpflanzung:

  • Eine Durchmischung mit verschiedenen Baumarten erhalten

  • Vermehrt durch heimische Baumarten geprägt sein

  • Durch den Einsatz von Blüh- und Obstarten einen höheren ökologischen und gestalterischen Wert erhalten

  • Durch die Pflanzung tiefwurzelnder Arten weniger Straßenschäden verursachen, aber auch eine Dürretoleranz erhalten

 

Begründung:

 

Alleen bieten viele Vorzüge. Sie verbessern erheblich das Mikroklima, besonders im städtischen Bereich. Das Wurzelwerk der Alleebäume festigt die Fahrbahnen und schützt die Wege auch vor Erosion und Verschlammung. Sie können bei Starkregenereignissen, das Wasser aufnehmen und so die Behinderungen verringern. Wurzeln und Baumkronen reinigen zudem das Grundwasser, filtern vor allem Feinstaub und andere Schadstoffe aus der Luft. Für Anwohner großer Straßen können sie einen erheblichen Mehrwert durch den Schallschutz, den Sie bieten, darstellen. 

 

Oft entstehen in Alleen zusätzliche Biotope, die wiederum die Artenvielfallt erhöhen und in denen außerdem Schädlinge vor allem durch baumbewohnende, insektenfressende Vögel, manchmal aber auch durch Greifvögel, auf natürliche Weise bekämpft werden.

 

Die Bäume an Alleen dienen mitunter als Nutzholz und tragen häufig essbare Früchte, aus denen sich auch Most keltern lässt, Lindenblüten, Eicheln oder belaubte Zweige sind Futter für die Tiere der Umgebung.

 

Aus diesen Gründen sollte ein Alleenkonzept, an das Straßenbaumkonzept angekoppelt sein und zu einer Verbreitung von Alleen und deren Stabilität, sowie Nachhaltigkeit sorgen.

 

 

Beratungsergebnis

 

 

Behandlung im Umweltausschuss: Vorberatung

 

Nach Diskussion unter Beteiligung von Herrn Krossa, SPD; Herr Kiesow-Botyanovska, Bündnis 90/Die Grünen, Herrn Heimann, Amtsleiter 31, und Herrn Hirtz, Die Linke,. wurde die Entscheidung über den Antrag bis zur Vorlage eines Alleenkonzeptes durch die Verwaltung vertagt.

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