Bereitstellung von Flächen für PV Anlagen im Duisburger Hafen

Lukas Hirtz

Der Umweltausschuss möge beschließen:


1.    Der Umweltausschuss fordert die Duisburger Hafen AG auf, den Duisburger Stadtwerken möglichst viele und große Flächen zur Einrichtung von Photovoltaikanlagen zu erschwinglichen Mietpreisen anzubieten.
2.    Der Oberbürgermeister wird aufgefordert sich im Präsidium des Aufsichtsrats der Duisburger Hafen AG dafür einzusetzen, dass diese den Stadtwerken Flächen zur Einrichtung von Photovoltaikanlagen zu erschwinglichen Mietpreisen anbieten.
3.    Die Stadtwerke werden aufgefordert auf dem Gebiet des Duisburger Hafens Photovoltaikanlagen einzurichten und zu betreiben.
Begründung:
Im Gebiet des Duisburger Hafens gibt es viele geeignete Flächen für die Einrichtung von Photovoltaikanlagen. Währenddessen kommt die Umstellung der Stadtwerke auf regenerative Energien nur schwer in Gang, obwohl hier nicht nur die ökologische Pflicht, sondern auch große ökonomische Chancen liegen. Bisher konnten sich Stadtwerke und Hafen allerdings noch nicht auf eine Zusammenarbeit in dieser Hinsicht verständigen. Der Umweltausschuss erkennt aber die Notwendigkeit einer solchen Zusammenarbeit. Deshalb muss der politische Wille zum ökologischen Umbau formuliert und Druck auf die Akteure ausgeübt werden. Es ist nicht hinnehmbar, dass zwei (zum Teil) städtische Töchter es bisher nicht geschafft haben zum Wohle Aller beim Ausbau der regenerativen Energien zusammenzuarbeiten.

 

 

Behandlung im Umweltausschuss: Vorberatung

 

Herr Krossa, SPD, beantragte die Verwaltung soll aufgefordert werden, Kontakt mit Duisport aufzunehmen, um die dort ansässigen Firmen zu bitten, PV-Anlagen in Eigenverantwortung an deren Gebäuden zu installieren.


Auf Nachfrage von Herrn Kiesow-Botyanovska, Bündnis 90/Die Grünen, erklärte
Herr Tum, Beigeordneter, dass eine stadtweite Potentialanalyse für Gewerbeflächen im vom neuen Dezernat zu erstellenden „Masterplan Digitalisierung“ und auch begleitend im Klimaschutzplan berücksichtigt wird.


Herr Dr. Griebe, Amt 31, stellte fest, dass für Leichtbauhallen nur PV-Folien in Betracht kommen.
Zur eigentumsrechtlichen Situation, führte er aus, dass der Hafen lediglich seine Flächen vermietet. Die jeweiligen Firmen errichten in Eigenverantwortung die Gebäude. So besteht kein unmittelbarer Einfluss von Seiten des Duisburger Hafens zur Gestaltung der Gebäude.
Es stehen auch im Hinblick auf die Elektrifizierung der Schifffahrt Gespräche an, mit dem Ziel ein Gesamtkonzept für den Duisburger Hafen zu Stromeinspeisung und
– verbrauch zu erstellen.


Herr Tum, Beigeordneter, ergänzte, dass Fördermittel nur für Eigenverwendung von  gewonnenem PV - Strom gewährt werden. Deshalb ist das vorgeschlagene Konzept schon aus wirtschaftlichen Gründen kaum umzusetzen. Sofern an die Firmen herangetreten wird, erfolgt dann auch der Hinweis zur Abrufung von Fördermitteln.


Im Anschluss folgten die Abstimmungen zu den beiden Anträgen:


Antrag der Fraktion Die Linke.:
Dafür:
Die Linke. (1)
Dagegen:
SPD (10), CDU (6), JuDU/DAL (1), Herr Bißling (parteilos)
Enthaltungen:
Bündnis 90/Die Grünen (2), HSV (1)
Beratungsergebnis: Der Antrag wurde abgelehnt.


Ergänzender Antrag der SPD-Fraktion:
Dafür: SPD (10), CDU (6), Bündnis 90/Die Grünen (2), Die Linke. (1), HSV (1)
Dagegen: /
Enthaltungen: JuDU/DAL (1), Herr Bißling (parteilos)

Beratungsergebnis: Der Antrag wurde einstimmig (bei Enthaltungen) angenommen.

 

Im  Rahmen  der  Diskussion  zum  Antrag  der  Fraktion  Die  Linke.  zur  Bereitstellung  von
Flächen  für  PV- Anlagen  im  Duisburger  Hafen  (TOP  16)  wurde  auf  Antrag  der  SPD  die Verwaltung aufgefordert mit Duisport Kontakt aufzunehmen, um die dort ansässigen Firmen zu bitten, PV-Anlagen in Eigenverantwortung an deren Gebäuden zu installieren.


Hierzu nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung:
Die Kontaktaufnahme mit dem Duisburger Hafen ergab folgenden Sachverhalt:
Der  Großteil  der  Hallen  im  Hafengebiet  ist  von  den  Firmen  in  Eigenverantwortung  errichtet worden. Dabei sind in der Regel Leichtbauhallen errichtet worden, die aufgrund der geringen Dachtraglasten  nicht  für  die  Errichtung  von  PV-Anlagen  geeignet  sind.  Zusätzlich  führt  das
erhöhte Brandrisiko solch einer Anlage in einigen Fällen dazu, dass Versicherungsgesellschaften  nicht  bereit  sind,  die  Hallen  entsprechend  zu  versichern  bzw. deutlich erhöhte Versicherungsprämien  in Abhängigkeit der gelagerten Ware verlangen.  
Demnach könnten möglicherweise wenige Hallen für die Solarnutzung  in Frage kommen. Der   Hafen   bietet   trotzdem   an,   einen   Kontakt   zwischen   den   Eigentümern   und   den Stadtwerken Duisburg herzustellen um einen entsprechenden Austausch zu ermöglichen. Darüber  hinaus  plant  der  Hafen  selbst  die  Installation  einer  2000  m²  großen  PV- Anlage.
Auch bei der Neuerrichtung von Hallen wird dieser Aspekt in die Prüfung einbezogen

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