Filtration von Mikroplastik in Duisburger Kläranlagen

09. April 2018

Lukas Hirtz

Der Umweltausschuss möge beschließen:

 

1. Alle Betreiber von Kläranlagen auf Duisburger Stadtgebiet werden aufgefordert ihre Kläranlagen mit Filteranlagen auszurüsten, die Mikroplastik aus dem Abwasser filtern.

2. Die Vertreter der Stadt Duisburg setzen sich in den entsprechenden Gremien von Kläranlagenbetreiber, die (zum Teil) städtische Töchter sind (z.B. Emschergenossenschaft, WBD,…), dafür ein, dass deren Kläranlagen mit solchen Filteranlagen ausgerüstet werden.

 

Begründung:

Es dringt immer mehr in das öffentliche Bewusstsein, dass Mikroplastik eine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellt. Mikroplastik entsteht nicht nur durch den Bruch von größeren Plastikteilen, sondern wird häufig industriell zum Beispiel als Zusatz zu Kosmetika produziert. So gelangt es vor Allem auch in urbanen Gebieten über die Abwässer in die Gewässer. Die Duisburger Kläranlagen sind bisher noch nicht mit Mikroplastikfilter ausgestattet. Eine Studie der Universität Bayreuth legt nahe, dass auch auf Duisburger Gebiet große Mengen von Mikroplastik aus Klärwerken in die Oberflächengewässer gelangen. Die Stadt sollte nicht erst, wenn es gesetzliche Regelungen gibt reagieren, sondern als gutes Beispiel voran gehen und auch schon jetzt dafür sorgen, dass die negativen Einflüsse auf Mensch und Umwelt minimiert werden.

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