Trinkwasserprüfung auf Mikroplastik

03. November 2017

Lukas Hirtz

Der Umweltausschuss möge beschließen:

 

Die Verwaltung wird aufgefordert Stichproben auf Mikroplastik im Trinkwasser durchzuführen.

 

Begründung:

 

Mikroplastik kommt in Gewässern immer häufiger vor. Mit dem weiteren Gebrauch und Verbrauch von Plastikprodukten wird das Mikroplastik, aufgrund seiner schlechten ökologischen Abbaubarkeit, immer mehr. Kosmetikprodukte beinhalten immer häufiger Mikroplastik. So könnte auch immer mehr Mikroplastik unbemerkt, da für das menschliche Auge kaum bzw. nicht erkennbar, in unser Trinkwasser gelangen.

 

An Mikroplastik aber wiederum haften sich verschiedenen Toxine an und konzentrieren sich. Ändert sich das Milieu, wie es auch geschieht, wenn Mikroplastik in den Magen gelangt, so lösen sich die Gifte wieder. Wenn sich also Mikroplastik in unserem Leitungswasser, was viele Menschen trinken, befindet, so könnte es eine Gesundheitsgefahr für die Menschen in unserer Stadt darstellen. Es ist also notwendig zu wissen, ob dies der Fall ist, um gegebenfalls Schutzmaßnahmen durchzuführen.

 

Beratungen:

 

Hinsichtlich der Stellungnahme der Stadtwerke Duisburg zur Probennahme auf Mikroplastik wird  auf   die  Niederschrift   zur   18.  Öffentlichen  Sitzung   des   Umweltausschusses  vom 05.02.2018 (S. 26 und 27) wird verwiesen.

 

Herr Hirtz, Die Linke., zitierte aus der Antwort S. 27, 2.Absatz:
„(...)  Die  analytische  Bestimmung  von  Mikroplastik   ist   anspruchsvoll.   Die   derzeitigen Verfahren  sind  wegen  des  Vorkommens  in  allen  Teilen  der  Umwelt  sehr  anfällig  für  falsch-positive Ergebnisse durch unbeabsichtigte Verunreinigungen. (...)“
Er  merkte  dazu  an,  dass  es  naturwissenschaftlicher  Standard  sei, solche  Verunreinigungen durch  sogenannte  Nullproben  herauszurechnen.  Dabei  würden  dieselben  Messungen  mit destilliertem Wasser zur Kalibrierung vorgenommen. Er   führte   weiter   aus,   dass   es   gegenüber   der   mikroskopischen   Maßnahme   bessere, effektivere und schnellere Methoden gäbe, wie z.B. Massenspektrometrie (steht über die Uni Duisburg     zur     Verfügung),     NMR,     optische     Dichtemessung     oder     zytometrische
Durchflussanalyse.


Herr Dr. Scharfenort, beratendes Mitglied, bat um Auskunft über den Gehalt an Dimeticone im Trinkwasser. Angaben dazu konnten durch die Verwaltung nicht ermittelt werden.

 

Herr Bissling, parteilos, erinnerte an seine Anregung hinsichtlich der Kontaktaufnahme mit der Emschergenossenschaft.


Sodann ließ der Vorsitzende über den Antrag abstimmen.

 

Dafür:
Die Linke. (1), Herr Bißling (1)
Dagegen:
SPD (10), CDU (6), Bündnis 90/Die Grünen (2), HSV (1), JuDU/DAL (1)
Enthaltungen: /

Die Vorlage wurde mehrheitlich abgelehnt.

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