Gesamtlärmbetrachtung an neuralgischen Punkten

03. November 2017

Der Umweltausschuss möge beschließen:

 

Die Verwaltung wird aufgefordert Lärmmessungen dort durchzuführen, wo Lärmberechnungen nahelegen, dass die AnwohnerInnen besonders von Lärm betroffen sind.

 

Begründung:

„Schall wirkt auf den gesamten Organismus. Er stört, belästigt, ruft Schlafstörungen und Leistungsbeeinträchtigungen hervor und löst körperliche Stressreaktionen aus. Solche extra-auralen Wirkungen können schon bei niedrigeren, nicht-gehörschädigenden Schallpegeln auftreten. Lärm ist somit ein wichtiger psychosozialer Stressfaktor. Er beeinträchtigt nicht nur das subjektive Wohlbefinden und die Lebensqualität, sondern auch die Gesundheit im engeren Sinn. Er führt durch dauerhaftes Einwirken zu chronischen Schlafstörungen, aktiviert das autonome Nervensystem und den Hormonhaushalt. In Folge können sich der Blutdruck, die Herzfrequenz und andere Kreislauffaktoren verändern. Es kann zur vermehrten Ausschüttungen von Stresshormonen kommen, die ihrerseits in Stoffwechselvorgänge des Körpers eingreifen. Die Kreislauf- und Stoffwechselregulierung wird weitgehend unbewusst über das autonome Nervensystem vermittelt. Die autonomen Reaktionen treten deshalb auch im Schlaf und bei Personen auf, die meinen, sich an Lärm gewöhnt zu haben. Zu möglichen Langzeitfolgen chronischer Lärmbelastung gehören neben Gehörschäden auch krankhafte Änderungen bei biologischen Risikofaktoren (zum Beispiel Blutfette, Blutzucker, Gerinnungsfaktoren). Diese wiederum können Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose  („Arterienverkalkung”), Bluthochdruck und Schlaganfall verursachen sowie Herzkrankheiten wie den Herzinfarkt.“ Das schreibt das Umweltbundesamt und mahnt damit an, dass Menschen sich vor Lärm schützen sollten. Aber auch die Natur leidet unter dem Lärm. Tiere zeigen ähnliche Symptome wie Menschen. Aber darüber hinaus kann Lärm Tierpopulationen bedrohen, etwa wenn Vogeleltern aufgrund des Lärms nicht brüten, oder die Balzrufe des jeweils anderen nicht hören. 

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