Plusenergiehaus-Standard für Neubauten

01. April 2021

Mirze Edis

Der Rat der Stadt möge beschließen:

 

  1. In Bebauungspläne, städtebauliche Verträge und Grundstückskaufverträge bei Grundstücken, die die Stadt Duisburg verkauft, wird die Verpflichtung zur Bebauung im Plusenergiehaus-Standard aufgenommen. Dabei ist auf maximale Ausnutzung der Dachfläche zur Energiegewinnung Wert zu legen.
  2. Die städtische Wohnungsgesellschaft Gebag verpflichtet sich bei Neubauten den Plusenergie-Standard anzuwenden.
  3. Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, wie auch bei Um- und Anbauten bestehender Gebäude der Plusenergiehaus-Standard festgelegt werden kann.  

 

Begründung:

 

Im Antrag Klimaoffensive für Duisburg - Klimaschutz gemeinsam vorantreiben bekennt sich Duisburg zu den Klimazielen der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union. Ziel in Deutschland ist es, die Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Bis zum Jahr 2050 soll in Deutschland weitgehende Treibhausgasneutralität erreicht werden.

 

Um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen, sind auch auf kommunaler Ebene erhebliche Weichenstellungen und beträchtliche Anstrengungen vonnöten. Die privaten Haushalte in Duisburg haben mit mehr als einem Drittel den mit Abstand größten Anteil am Energieverbrauch in Duisburg und tragen entsprechend zu hohen CO2-Emissionen bei.  

 

Klimaneutralität erfordert die Abkehr von fossilen Heizsystemen und die Versorgung und die Beheizung der Gebäude auf der Basis von Erneuerbaren Energien. Im Neubau ist die Umsetzung einfach dadurch möglich, dass der Heizenergiebedarf durch entsprechende Bauweise drastisch reduziert wird und die Beheizung statt durch Erdöl oder Erdgas, durch Wärmepumpen realisiert wird. Der dafür notwendige steigende Strombedarf muss durch die Installation von Photovoltaikanlagen und Speichern gesichert werden.

 

Die Gesamtnutzungsdauer bzw. die Lebensdauer von Wohngebäuden betragen mindestens 80-100 Jahre. Um das Ziel der Klimaneutralität in weniger als 30 Jahren zu erreichen, ist es deshalb zwingend erforderlich, schon jetzt verpflichtend klimaneutrale Gebäude zu errichten. Beim Neubau ist hierbei der Plusenergiehaus-Standard anzuwenden, der inzwischen deutschlandweit vielfach etabliert ist. Dabei muss der Gebäudestandard (möglichst Passivhaus, mindestens jedoch KfW Effizienzhaus 40) notwendig mit einer Solaranlage kombiniert werden.

 

Mehrkosten beim Bau von Gebäuden im Plusenergiehaus-Standard werden durch staatliche Zuschüsse, zinsgünstige Kredite und verschiedene Förderprogramme von Bund und Land aufgefangen, wodurch die Wirtschaftlichkeit gegeben ist. Hinzu kommt, dass die langfristig geringeren Energiekosten die Nebenkosten senken. Zusätzlich erhöht das Prädikat Plusenergie-Haus den Wert des Gebäudes.

 

Gez. Mirze Edis

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