Coronabedingtes Vereinssterben verhindern - Sportvereine solidarisch unterstützen!

02. Februar 2021

Binali Demir

Der Rat möge beschließen:

  1. Gemeinsam mit dem Stadtsportbund informiert die Stadt die Duisburger Sportvereine umfassend über Hilfsprogramme des Landes, wie die „Soforthilfe Sport“ und bietet Beratungsleistungen rund um die Antragstellung für die Vereine an.
  2. Für Sportvereine, die durch die Corona-Pandemie in eine existenzbedrohende Situation geraten sind und die keine oder keine ausreichende Hilfe aus dem Programm „Soforthilfe Sport“ erhalten, richtet die Stadt eine Notfallkasse ein. Mit den Hilfen aus der Notfallkasse werden Sportvereine finanziell schnell und unbürokratisch unterstützt, um den dauerhaften Verlust von Vereinen in der Sportstadt Duisburg zu verhindern.
  3. Die Stadt entwickelt für die Zeit nach der Corona-Pandemie ein Unterstützungsprogramm für den Duisburger Breitensport, um dem Rückgang der Vereinsmitglieder zu begegnen. Denkbar sind unter anderem die Beteiligung an der Finanzierung von Schnupper-Angeboten und Gutscheinen, um ausgetretene Mitglieder zurückzuholen und neue Vereinsmitglieder zu gewinnen. Auch eine Kampagne zum Eintreten in Duisburger Sportvereine ist hier vorstellbar.

 

 

Begründung:

Die Corona-Pandemie hat den Sport fest im Griff. Die Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung, die geistige und körperliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, für den Nachwuchs im Leistungssport, aber vor allem für die Zukunft der Sportvereine sind gravierend.  

 

Wegen der strengen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus droht der Breitensport in Duisburg in die Knie zu gehen. Sind die Sportvereine bei dem ersten Lockdown relativ glimpflich davongekommen, trifft sie das zweite bundesweite Sportverbot umso härter. Viele Mitglieder sind einfach nicht mehr bereit oder nicht in der Lage, ohne eine Gegenleistung Mitgliedsbeiträge zu zahlen. Entsprechend bleiben die Mitglieder weg und die Einnahmen brechen ein. Viele Vereine sind mit einem Mitgliederrückgang von 10 % bis 20 % konfrontiert. Ob diese verlorengegangenen Sportler - aber auch Ehrenamtliche - zurückkehren, ist ungewiss. Neben den Austritten hat vor allem der fehlende Zuwachs an neuen Mitgliedern dramatische Folgen. Die Sportvereine können in dieser existenzbedrohenden Lage, in der sie sich befinden, nicht alleine gelassen werden. Sie benötigen jetzt die Unterstützung und die Solidarität seitens der Stadt, um ein Vereinssterben zu verhindern.

 

Aus diesem Grund beantragt die Fraktion DIE LINKE Sportvereine, die durch die Corona-Pandemie in eine existenzbedrohende Lage geraten sind, zu unterstützen. Vereine sollen durch die Stadt und den Stadtsportbund über bestehende Hilfsprogramme umfassend informiert und beraten werden sowie gegebenenfalls Unterstützung bei der Beantragung erhalten. Für in finanzielle Schieflage geratene Sportvereine, die keine Hilfe aus dem Landesprogramm erhalten, unterstützt die Stadt die Vereine schnell und unbürokratisch aus einer einzurichtenden Notfallkasse, um die Auflösung von Vereinen zu verhindern. Für die Zeit nach der Pandemie bedarf es eines Plans, um die ausgetretenen Mitglieder zurückzugewinnen und neue Vereinsmitglieder zu gewinnen. Denkbar wären z.B. eine Kampagne zum Eintreten in Sportvereine und finanzielle Anreize durch Schnupper-Angebote und Gutscheine.

 

Gez. Binali Demir

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