Unterstützungskräfte für Duisburger Schulen

08. Juni 2020

Martina Amman-Hilberath

Der Rat möge beschließen:

 

Den Duisburger Schulen wird nach den Sommerferien zusätzliches Personal im Sinne von „multiprofessionellen Teams“ zur Gewährleistung eines vollen Regelunterrichts zur Verfügung gestellt. Das Personal soll insbesondere aus dem Kreis bildender Künstler*innen und Musiker*innen aus Duisburg gewonnen werden, aber auch studentische Kräfte und Menschen mit pädagogischer Ausbildung oder handwerklichen Kenntnissen sollen gewonnen werden. Diese ca. 300 Unterstützungskräfte werden zusätzlich zum bestehenden Lehrpersonal zur Bewältigung der Folgen der Corona-Krise eingesetzt. 

 

Begründung:

 

Durch die Corona-Krise ist der reguläre Unterricht über Wochen zum Stillstand gekommen. Für die Schüler*innen und deren Eltern war und ist diese Phase extrem fordernd und anstrengend. Der corona-bedingte Unterrichtsausfall hat für die finanziell schlechter gestellten Schüler*innen drastische Folgen. Durch fehlende Laptops oder Tablets ist ein digitaler Unterricht oder die Teilnahme an digitalen Lernangeboten nicht möglich. Sie leiden ganz besonders unter den Schulschließungen.

 

Auch für die Eltern ist eine weitere dauerhafte Belastung durch Homeschooling nicht zumutbar. Daher ist es dringend erforderlich, dass nach den Sommerferien wieder eine reguläre Beschulung in den Schulen stattfinden kann.    

In Duisburg herrscht schon seit Jahren ein eklatanter Mangel an Lehrkräften. Da ein signifikanter Anteil der Lehrer*innen zur Risikogruppe gehört, ist davon auszugehen, dass auch nach der Sommerpause nicht das komplette Lehrpersonal zur Verfügung stehen wird.

 

Zur Bewältigung der Folgen der Corona-Krise und zur Gewährleistung eines vollen Regelunterrichtes nach den Sommerferien sollen die Duisburger Schulen daher zusätzlich zum bestehenden Lehrpersonal weitere Unterstützungskräfte erhalten.

In erster Linie ist an Personen gedacht, die über den Bundesfreiwilligendienst gewonnen werden können. Hier kann an das erfolgreiche Programm „Tausche Bildung gegen Wohnen“ angeknüpft werden. Darüber hinaus können Projektmittel von Bundesagentur und Jobcenter und andere Fördertöpfe abgerufen werden.

Der Verwaltungsvorstand soll sich dafür einsetzen, dass Duisburg zu diesem Zwecke zusätzliche Haushaltsmittel einsetzen darf. Mit dieser Unterstützung könnten die Klassengrößen im kommenden Jahr deutlich verkleinert werden und ein echtes Hygienekonzept verwirklicht werden.

 

Die Beteiligung von Künstler*innen, Musiker*innen und Handwerker*innen soll einen projekt- und praxisorientieren Unterricht im Bereich der kulturellen Bildung ermöglichen, der in vielerlei Hinsicht zur Bewältigung der Pandemiefolgen beitragen und das schulische Lernen erweitern kann.

 

Gez. Martina Ammann-Hilberath

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