Antrag zu DS 16-0430 „Oberbürgermeister-Karl-Lehr-Brücke..."

14. Juni 2016

Der Rat möge beschließen:

 

Nach der Teilsperrung des Brückenzugs von Kaßlerfeld nach Ruhrort ist auf dieser wichtigen Nord-Süd Verbindung in der Stadt mit nicht unerheblichen Rückstaus in beiden Fahrtrichtungen zu rechnen. Daher sind umgehend geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um weitere Verzögerungen im ÖPNV so gering wie möglich zu halten. Dies kann z.B. über eine Abmarkierung der Straßenbahngleise in Kaßlerfeld und Ruhrort geschehen, wie sie sich schon bei der Teilsperrung der Berliner Brücke im Zuge der A 59 bewährt hatten. Zusätzlich wäre eine Vorrangsignalisierung der Straßenbahn bei der Einfahrt in die neue Engstelle denkbar.
Diese Maßnahmen sind so umzusetzen, dass  auch die Buslinie 929 einen Nutzen davon hat. Die ebenfalls hier langfahrenden NE-Busse dürften aufgrund des dann deutlich geringeren Verkehrsaufkommens keine  nennenswerte Verzögerung erleiden.

 

Begründung:

 

Der ÖPNV, besonders auf dieser neben der Straßenbahnlinie 903 wichtigsten Verbindung zwischen der Innenstadt und den drei Nordbezirken Walsum, Hamborn und Meiderich/Beeck, ist im Normalbetrieb durch die enorme Linienlänge schon recht stör- und verspätungsanfällig. Seit geraumer Zeit gibt es auf dem Nordast dieser Linie durch mangelnde fahrbereite Fahrzeugkapazitäten seitens der DVG tagsüber einen Schienenersatzverkehr durch Busse. Das Umsteigen und die nicht immer abgestimmten Anschlüsse zwischen Bus und Bahn in Laar sorgen bereits für Verspätungen auf dieser Hauptlinie im Duisburger ÖPNV. Weitere Verspätungen durch die neuen Einschränkungen auf der Karl-Lehr-Brücke sind den Fahrgästen der Linie 901 nicht mehr zuzumuten. Es ist zu befürchten, dass noch mehr Fahrgäste der DVG den Rücken kehren und dem ÖPNV meist dauerhaft verloren gehen. Das führt zu noch mehr MIV und zu noch mehr Staus auf allen Straßen über die Ruhr.
Im Gegenzug könnte ein zügigerer Bahnbetrieb Menschen dazu bewegen, auf den ÖPNV umzusteigen. Das Beispiel der A 59 Sperrung hat nachweislich auch zu steigenden Fahrgastzahlen geführt.


Gez. Mirze Edis

zurück zu Aktuell

zurück zu Ratsanträge

Ratsfraktion Die Linke Duisburg

Gravelottestraße 28

47053 Duisburg

Telefon: 0203 / 9 30 86 92

Telefax: 0203 / 9 30 86 94

Mail:

buero@linksfraktion-duisburg.de

Kommunalakademie der RLS
kopofo nrw
Beilage der Ratsfraktion Duisburg
Druckversion Druckversion | Sitemap
© Ratsfraktion Die Linke