Kulturkonferenz

18. August 2020

Hendrik Thome

Der Ausschuss möge beschließen:

 

Der Themenschwerpunkt der nächsten Kulturkonferenz in Duisburg wird sein:

„Kunst und Kultur in der Zeit der Pandemie und nach der Pandemie“

Im Vorfeld der Konferenz werden kulturelle und künstlerische Projekte, die sich mit dem Thema befassen besonders gefördert, durch Mittel aus dem Kulturhaushalt und einzuwerbenden Fördermitteln.

 

Begründung:

 

Die Pandemie bedeutete und bedeutet den tiefsten Einschnitt in das Kulturleben unserer Stadt, den wir in der Nachkriegszeit je erlebt haben. Veranstaltungen mussten ausfallen. Für die freie Kulturwirtschaft ist die Krise existenzbedrohend. Die Programmplanung der Kultureinrichtungen in der zweiten Jahreshälfte ist geprägt durch Hygiene-Konzepte, geringere Zuschauerzahlen, kleinere Formate und die Unsicherheit, dass bei einem größeren Infektionsgeschehen wieder zahlreiche Veranstaltungen nicht durchgeführt werden können.

Allmählich dämmert es allen, dass die Pandemie uns sehr lange beschäftigen wird, dass es kein schnelles Ende und auch keine einfache Rückkehr zum Vor-Corona-Zustand geben wird. Die Kultur ist dabei längst nicht der einzige Bereich, der hart betroffen ist. Aber der Kultur kommt in dieser Zeit die große Aufgabe zu, die massiven gesellschaftlichen Veränderungen zu begleiten, zu reflektieren und einen Kulturwandel für eine Post-Corona-Zeit zu vollziehen. Unser kulturelles Leben wird sich über die obengenannten akuten Fragen hinaus grundlegend verändern. Die Konferenz soll diese notwendigen und gewünschten Veränderungen in gewohnter Weise in Plenum und Arbeitsgruppen diskutieren und der Kulturplanung Ideen und Konzepte vermitteln. Schon jetzt zeigen sich mehrere gewichtige Unterthemen ab, die auf jeden Fall inhaltlich aufgegriffen werden müssen:

 

  1. Welche Risiken und Chancen bietet die Digitalisierung für die Kulturvermittlung? Welche Möglichkeiten bieten sich im Internet ein Kulturprogramm für ein lokales Publikum zu produzieren und zu vermitteln?
  2. Wie können Kulturveranstaltungen in Zeiten der Pandemie attraktiv durchgeführt werden?
  3. Gibt es Kulturformen, die in der Pandemie besonders gefördert werden sollen, weil sie sich praktisch ohne Einschränkungen realisieren lassen? Etwa Konzerte im Freien, Street-Art und Fassadenmalerei?
  4. Kunst und Kultur müssen sich auch inhaltlich auf den gesellschaftlichen Wandel durch die Pandemie beziehen und hinterfragen, welche Auswirkungen die Kontaktbeschränkungen, Hygiene-Konzepte und Abstandregelungen auf das gesellschaftliche Leben und den zwischenmenschlichen Bereich haben und darüber hinaus auch thematisieren, wie unsere globalisierte und industrialisierte Lebensweise das Aufkommen von Pandemien begünstigt hat.

 

 

Beratungsergebnis

 

Zustimmung: Die Minderheit (Die Linke.)

Ablehnung: Die Mehrheit (SPD, CDU, Bündnis90/Die Grünen, JuDu/DAL, HSV)

 

Herr Thomé (Die Linke.) begründete den Antrag.

Ratsfrau Klabuhn(SPD) wies darauf hin, dass es einen Beschluss des Kulturausschusses gebe, dass eventuelle Schwerpunkte der Kulturkonferenz durch die jeweilige Vorbereitungsgruppe bestimmt würden. Die SPD-Fraktion könne sich daher dem Antrag nicht anschließen.

Frau Wedding(JuDu/DAL) ergänzte, man könne den Themenvorschlag an das vorbereitende Gremium weiterreichen, jedoch würde die Entscheidung dort getroffen.

Frau Najafi Tonekaboni (Bündnis90/Die Grünen) bestätigte, auch Bündnis90/Die Grünen könne sich dem Antrag nicht anschließen.

Ratsherr Heidenreich(CDU) erklärte, auch die CDU könne sich dem Antrag so nicht anschließen.Der Antrag wurde abgelehnt.

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