Antrag zu DS 19-1247: Vorlage des Entwurfs der Haushaltssatzung 2020 und des Haushaltsplans 2020 mit seinen Anlagen sowie der mittelfristigen Ergebnis- und Finanzplanung bis 2023 hier: Erhöhung des Kulturetats

11. November 2019

Hendrik Thomé

Der Ausschuss möge beschließen:

 

Der Haushaltsansatz für den Bereich Kultur wird im Jahre 2020 um 2 Millionen und im Jahre 2021 nochmals um fünf Millionen aufgestockt.

 

Begründung:

 

Die Mittel sollen Verwendung finden für eine dringende und längst überfällige Neuausrichtung der Kulturpolitik in Duisburg. Wenn man vorhandene Einrichtungen nicht aufgeben will, dann muss der Kulturetat deutlich erhöht werden, um Breiten-, Stadtteil- und Inter- und Soziokultur mehr Raum zu geben. Im ersten Schritt im Jahre 2020 werden zwei neue Leitungskräfte im Kulturamt eingestellt mit den Aufgaben, den Prozess der Kulturentwicklung im oben beschriebenen Sinne voranzutreiben, Bedarfe und Handlungsoptionen zu ermitteln, mit allen Akteuren Kontakt aufzunehmen und diese miteinander zu vernetzen. Die Haushaltsansätze für Stadtteilkultur (7 X 100.000 €), Bibliotheken (500.000 €), das Zentrum für Erinnerungskultur (150.000 €) und freie Szene (100.000 €) werden erhöht. Die verbleibenden Mittel werden für die Aufnahme und Erhöhung der institutionellen Förderung für langjährig bestehende und erfolgreich arbeitende Kultureinrichtungen verwandt (Platzhirsch-Festivals, Kubus-Kunsthalle, Reibekuchen-Theater, Lokal Harmonie, soziokulturelle Zentren).

 

Die neuen Leitungskräfte sollen insbesondere den kulturellen Förderbedarf in allen Bereichen von der freien Szene über Breiten- und Interkultur bis zur Hochkultur, kultureller Bildung und Stadtbibliothek ermitteln und etatisieren. Die gute Haushaltslage und die zu erwartende Entwicklungen erlauben diese dringend notwendigen Mehrausgaben. Damit würde der Kulturetat auf das für Großstädte übliche und normale Maße erhöht und die unerträglichen Kürzungen bei Kunst und Kultur in den letzten Jahren zumindest im Ansatz zurückgenommen. Die Förderung von Kultur in ihren vielfältigen Formen wäre zudem ein bedeutender Impuls für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Stadt und würde letztlich auch zu Einnahmeverbesserungen beitragen.

 

gez. Hendrik Thomé

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