Stellenausweitung im Zentrum für Erinnerungskultur, Menschenrechte und Demokratie

08. Februar 2018

Barbara Laakmann

Der Ausschuss möge beschließen:

Das Zentrum für Erinnerungskultur, Menschenrechte und  Demokratie erhält zwei weitere Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter.

 

Begründung:

Das Zentrum für Erinnerungskultur, Menschenrechte und Demokratie ist eine herausragend wichtige  Kultureinrichtung für Duisburg. In Zeiten, in denen nationalistische, fremdenfeindliche und rechtsextreme Einstellungen und Haltungen wieder Auftrieb bekommen, ist die Erinnerung an die Verbrechen des Faschismus und die Vermittlung unserer gesellschaftlichen Grundwerte wie Demokratie, Menschenwürde, Respekt vor dem Nächsten, Bewahrung der Schöpfung und Gewaltfreiheit von entscheidender Bedeutung, um das friedliche Zusammenleben in einer Stadtgesellschaft wie Duisburg, die geprägt ist von Zuwanderung und einem schwierigen ökonomischen Wandel, zu gestalten und insbesondere die junge Generation auf die globalen Veränderungen durch Klimawandel und wachsender Migration vorzubereiten.

 

Das Zentrum ist die jüngste Kultureinrichtung in Duisburg. Es war absolut notwendig, diese Einrichtung zu schaffen, auch wenn die Haushaltslage dazu kaum Spielräume gab. Der Erfolg ist dem parteiübergreifenden Einsatz vieler Menschen zu verdanken.

 

Die ersten Schritte sind getan. Attraktive Räumlichkeiten sind aus dem Mitteln des Investitionshaushalts weitgehend fertig gestellt. Die inhaltliche Konzeption hat großen Anklang gefunden. Die erste Ausstellung ist eröffnet. Leider zeigt sich jetzt, dass die Personalausstattung des Zentrums  zur Erfüllung des Auftrages völlig unzureichend ist.

 

Das Zentrum selbst hat lediglich zwei halbe wissenschaftliche Stellen (Ausstellungen und Pädagogik) und eine Stelle für Technik und IT. Die Leitung wird quasi nebenamtlich vom Stadtarchiv und dem stadthistorischen Museum wahrgenommen. Ebenfalls nebenamtlich arbeitet die Integrationsbeauftragte der Stadt im Zentrum. So richtig und wichtig die Vernetzung und die Zusammenarbeit mit anderen Kultureinrichtungen der Stadt ist, ebenso wie die Zusammenarbeit mit Hochschulen, wissenschaftlichen Einrichtungen wie zum Beispiel dem DISS und Initiativen und Vereinen aus der Bürgergesellschaft, bedarf das Zentrums eines eigenen wissenschaftlichen Stabes, um das Material zu gegenwartsbezogenen Themen wie zum Beispiel Anti-Ziganismus aufzuarbeiten und zeitnah präsentieren zu können.

 

Gerade in der Anlaufphase ist es wichtig, dass das Zentrum über eine ausreichende personelle Ausstattung verfügt, um durch seine Arbeit besser wahrgenommen werden zu können und sich besser vernetzen zu können.

 

In anderen Städten – zum Beispiel Dortmund – verfügen vergleichbare Einrichtungen über eine bessere personelle Ausstattung.

 

Unter den rechtlichen  Rahmenbedingungen des HSP ist die Schaffung jeder neuen Stelle natürlich schwierig. Wenn es allerdings einen unabweisbaren Bedarf gibt, dann ist es im Rahmen der politischen Handlungsspielräume auch möglich, weitere Stellen einzurichten, ohne einen finanziellen Deckungsvorschlag machen zu müssen. Der Kulturbereich ist hier nicht anders zu behandeln als etwa der Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, wo die Leistungsgewährung der Haushaltskonsolidierung eindeutig vorgeht.

 

Gez. Barbara Laakmann
Gez. Hendrik Thome

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