Optimierung 3. Nahverkehrsplan (DS 20-0301); hier: Bezirke Mitte und Süd

27. März 2020

Martina Amman-Hilberath

Der Ausschuss möge folgende Ergänzungen zu der Drucksache 20-0301 beschließen:

Kapitel II. wird um folgenden kurzfristigen Maßnahmen ergänzt:

  1. Die Verwaltung passt die Fahrstrecke der Buslinie 933 zeitlich an den Bedarf an. Die Streckenführung verläuft tagsüber nach dem ehemaligen Nahverkehrsplan der DVG über Hauptbahnhof und Friedrich-Wilhelm-Straße. Abends verläuft die Streckenführung wie im jetzigen Nahverkehrsplan der DVG über die Landfermannstraße, Stadttheater und Schäferturm.

  2. Der vom ÖPNV abgetrennte Teil der Großenbaumer Allee mit vielen Arztpraxen und Geschäften wird wieder angebunden.

  3. Die Verbindung zur Haltestelle Sittardsberg als zentralem Punkt im Duisburger Süden mit Ärztezentrum und Bezirksamt wird so gestaltet, dass zeitaufwendiges und gefährliches Umsteigen unnötig wird.

  4. Das Schulzentrum Süd wird derart angebunden, dass die Fahrzeit von nunmehr bis zu 50 Minuten (mit der Linie 940 aus Rahm) deutlich reduziert wird.

Kapitel IV. wird um folgende mittel- und langfristige Maßnahmen ergänzt:

  • Komplette Überarbeitung des Liniennetzes im Duisburger Süden, auf Basis der bis Oktober 2019 gültigen Linienführung unter breiter Bürgerbeteiligung.

 

Begründung:

Der neue Fahrplan der DVG hat für viele Fahrgäste der stark genutzten Buslinie 933 erhebliche Verschlechterungen gebracht. Viele SchülerInnen, BerufspendlerInnen, PatientInnen von Ärzten und Rehabilitationszentren müssen nun auf ihren täglichen An- und Abfahrtswegen wesentlich weitere Strecken zurücklegen.

Gleichzeitig stellt der neue Nahverkehrsplan für die Besucher des Stadttheaters und der Mercatorhalle/Philharmonie eine Verbesserung dar. Die Haltestelle Stadttheater ermöglicht es nun vielen Theater- und KonzertbesucherInnen bequem bis zum Veranstaltungsort mit der Buslinie 933 zu fahren. Der gute Service der Stadt, der mit einer Eintrittskarte für das Theater/Konzert gleichzeitig zur kostenlosen ÖPNV-Nutzung berechtigt, hat jetzt schon dafür gesorgt, dass viele BesucherInnen kultureller Veranstaltung vom privaten PKW auf den Bus 933 umgestiegen sind.

Um allen Nutzergruppen der stark frequentierten Buslinie 933 so weit wie möglich gerecht zu werden, würde eine zeitlich geteilte Streckenführung in einen Tagesstreckenverlauf und einen Abendstreckenverlauf eine gute Lösung darstellen.

Neben der verbesserten Verkehrsanbindung für die Fahrgäste würde auch die angespannte Verkehrssituation in der Duisburger Innenstadt entspannt und die Umweltbelastung reduziert.

Die unhaltbare Situation, dass viele Menschen aufgrund des teilweise eingestellten ÖPNV auf der Großenbaumer Allee nun nicht mehr wie gewohnt die Geschäfte und Arztpraxen erreichen können muss umgehend behoben werden.

Das Gleiche gilt für den zentralen Punkt Sittardsberg, der nunmehr nur noch schlecht und mit hohem Zeitaufwand zu erreichen ist.

Das Schulzentrum Süd, als weiterer wichtiger Punkt im Duisburger Süden, muss deutlich einfacher und schneller per Bus erreichbar sein.

Das aktuelle Liniennetz im Duisburger Süden ist insgesamt nicht praktikabel. Zur mittel- und langfristigen Verbesserung muss es unter breiter Bürgerbeteiligung auf Basis der alten Linienführung komplett überarbeitet und optimiert werden.

 

gez. Martina Ammann-Hilberath

Beratungsergebnis:

 

dafür: die Minderheit (Grüne, Die Linke, JuDu/DAL u. Rf Söntgerath -DOS-)

dagegen: die Mehrheit (SPD;CDU, Republikaner, Rh Lücht -AfD- u. OB Link)

 

Der Antrag war damit abgelehnt.

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