Aufwertung des Platzes an der Pauluskirche

20. Februar 2020

Michael Dubielczyk

Die Bezirksvertretung möge beschließen:

 

Die Verwaltung prüft, mit welchen Mitteln der Platz an der Pauluskirche und die unmittelbare Umgebung wieder aufgewertet werden kann. Insbesondere soll geprüft werden, ob der ursprünglich attraktiv gestaltete Platz durch folgende Maßnahmen wiederhergestellt werden kann:

  • Ersatz bzw. Installation einer ausreichenden Anzahl von Sitzbänken (derzeit befinden sich keine Sitzbänke mehr vor Ort).
  • Ersatz bzw. Reparatur der defekten Bodenscheinwerfer, die in den Abendstunden und des nachts den Platz erleuchten und für mehr Sicherheit sorgen sollten und seit langer Zeit defekt sind.
  • Die Pflasterung auf dem Platz ist defekt (es fehlen Steine, was die Stolpergefahr erhöht) und ein großer Teil ist asphaltiert worden und unterstreicht  den dringenden Handlungsbedarf, die Pflasterung komplett zu erneuern.
  • Die Umfassungsmauer rund um den Paulusplatz ist in einem sehr schlechten Zustand und muss dringend erneuert werden.
  • Anpflanzung von Bäumen, Büschen und Blumenbeeten
  • Die Errichtung einer öffentlichen Toilette ist dringend geboten, zumal direkt am Paulusplatz eine neue Straßenbahnhaltestelle eröffnet wurde.

 

Begründung:

 

Der Paulusplatz befindet sich in einem katastrophalen Zustand. Dieser Platz ist die Visitenkarte und ein hochsymbolischer Ort für Hochfeld.

Dieser Platz ist wie auch der Brückenplatz vor einigen Jahren mit Fördergeldern attraktiv gestaltet worden. Für solche Projekte gilt eine Fürsorgepflicht der Stadt für 20 Jahre. Aber seitdem hat die Stadt diesen Platz verkommen lassen, vom ursprünglichen Zustand ist nichts mehr zu sehen. Das ist ein eindeutiger Verstoß gegen die Förderrichtlinien, das bedeutet im Umkehrschluss, dass die Stadt den alten Zustand wieder herstellen muss. Sollte das nicht geschehen, bestünde die Gefahr, dass bei künftigen Verteilungen von Fördermitteln unsere Stadt nicht berücksichtigt wird.

 

Gez. Michael Dubielczyk

 

Beratungsergebnis:

 

Der Antrag wurde einstimmig mit fünf Stimmenthaltungen (4 CDU, 1 FDP) beschlossen.

 

Herr Wagemeyer -CDU- informierte darüber, dass der Platz an der Pauluskirche vor einigen Jahren neu gestaltet wurde. Tatsächlich sei er, im Vergleich zu anderen, in derselben Zeit gestalteten Plätze in der Stadt, in einem desolaten Zustand. Es sei nicht einzusehen, dass die Stadt wieder mit eigenen finanziellen Mitteln den Platz wieder in den ursprünglichen Zustand zurückversetze. In diesem Zusammenhang wolle er keinerlei Schuldzuweisungen äußern. Es könne jedoch leider nicht nachvollzogen werden, wer dafür verantwortlich sei. Vor diesem Hintergrund werde die CDU-Fraktiondem Antrag nicht zustimmen und sich enthalten.

 

Herr Dr. Tacke -SPD- teilte mit, dass es sich hierbei um einen Prüfantrag handele. Da die Kirchengemeinde eigentlich hauptbetroffen und für den Zustand des Platzes nicht verantwortlich sei, werde die SPD-Fraktion dem Antrag zustimmen.

 

Herr Dubielczyk -Die LINKE.- erklärte, dass dieser Platz für Hochfeld sehr bedeutsam sei. Er befinde sich derzeit in einem katastrophalen Zustand. Herr Dubielczyk -Die LINKE.- wies darauf hin, dass dieser Platz seinerzeit mit Fördergeldern umgestaltet wurde. Diese Förderrichtlinien verpflichten die Stadt dazu, den Platz in seinem ursprünglichen Zustand zu erhalten. Das gleiche gelte für den Brückenplatz.

Weiterhin merkte er an, dass es in ganz Hochfeld keine öffentliche Toilette gebe. Auch in der Nähe der Straßenbahnhaltestelle gehöre nach seiner Auffassung eine öffentliche Toilette hin. Man könne seines Erachtens nicht sehenden Auges zuschauen, wie Menschen ihre Notdurft öffentlich verrichteten.

 

Herr Ülger -SPD- erläuterte ergänzend, dass die Kirche eine wichtige Aufgabe in diesem Bereich habe. Sie sei ein Ankerplatz in der Gesellschaft. Dies sollte nicht außer Acht gelassen werden. Er regte an, in dem Prüfauftrag den Kirchenvorstand aktiv in mögliche Änderungen oder Maßnahmen einzubeziehen.

zurück zu Aktuell

zurück zu Anträge Bezirksvertretungen

Ratsfraktion Die Linke Duisburg

Gravelottestraße 28

47053 Duisburg

Telefon: 0203 / 9 30 86 92

Telefax: 0203 / 9 30 86 94

Mail:

buero@linksfraktion-duisburg.de

Kommunalakademie der RLS
kopofo nrw
Beilage der Ratsfraktion Duisburg
Druckversion Druckversion | Sitemap
© Ratsfraktion Die Linke