Antrag zum Haushaltsplanentwurf 2020/2021 (DS 19-1104)

28. Oktober 2019

Herbert Fürmann

Die Bezirksvertretung möge beschließen:

 

Die Verwaltung wird beauftragt die Planung und Umsetzung einer neuen Grundschule für den Stadtteil Marxloh in den kommunalen Haushalt 2020/21 aufzunehmen. Dabei sollen die Planungen mit dem neuen Förderprogramm Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung für die Quartiere Marxloh und Alt-Hamborn im Duisburger Norden verknüpft werden.

 

Begründung:

 

Aufgrund der steigenden Schülerzahlen besonders im Stadtteil Marxloh ist bereits seit dem Schuljahr 2017/18 die Anzahl der zur Verfügung stehenden Klassen nicht mehr ausreichend. Dazu wurden und werden als Übergangslösung kurzfristig s.g. „mobile Klasseneinheiten“, also Container aufgestellt. Schon mit DS 16-0262/2, vom 27.01.2017, also vor zweieinhalb Jahren, waren alleine in Marxloh bereits zum Schuljahr 2017/18 zehn Container-Klassen notwendig. Seither ist die Zahl der Schüler weiter stark angestiegen. In Marxloh gibt es auch keine geschlossenen Schulen, die reaktiviert werden könnten. Bereits im Frühjahr 2017 hat die BV Hamborn daher mit großer Mehrheit die Prüfung eines Schulneubaus beschlossen.

Es ist abzusehen, dass es sich bei den steigenden Schülerzahlen nicht um ein schnell vorübergehendes Phänomen handelt, sondern auch mittel- bis langfristig mehr Schulraum benötigt wird. Das wird durch die ebenfalls stark gestiegenen Zahlen für die Kitas im Stadtteil deutlich. Daher plant die Stadt, die bestehenden Schulstandorte baulich zu erweitern. Besonders bei Grundschulen besteht dabei aber die Gefahr, dass die Einheiten sehr groß werden. Gerade für die Kleinen werden mehr als drei- bis vierzügige Schulen zu unübersichtlich. Auch pädagogisch ist das nicht zielführend.

Außerdem kann mit der Neueinrichtung einer modernen Schule auch ein Zeichen für die Schullandschaft und für den ganzen Stadtteil gesetzt werden und den Duisburger Norden auch für Lehrkräfte attraktiver machen.

Die Miete für die immer weiter steigende Zahl an pädagogisch fragwürdigen Containeranlagen und der seit langem praktizierte tagtägliche Transport mehrere Hundert Grundschüler an Schulen in anderen Stadtteilen kostet Duisburg ebenfalls eine hohe Summe (Im Jahr 2018 beliefen sich die Kosten für den Bustransfer auf über 2,9 Mio. Euro).

Das neue Förderprogramm Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung für die Quartiere Marxloh und Alt-Hamborn im Duisburger Norden sieht als wesentlichen Bestandteil in TP 2: „Öffnung der Grundschulen für die Quartiere – Elternlandeplätze“ eine Stärkung der Grundschulen in Marxloh vor. Besonders an der Henriettenstraße ist für die (nicht nur) dazu erforderliche bauliche Erweiterung gar kein Platz. Von daher sollte Duisburg die Chance nutzen, unterstützt durch das Modellvorhaben die Grundschulsituation im Stadtteil nachhaltig zu fördern.

 

Gez. Herbert Fürmann

Fraktionsvorsitzender

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