„Der Evonik-Konzern will seine Energiesparte (RAG/STEAG) in zwei Schritten komplett verkaufen. Es handelt sich hauptsächlich um 17 Kohlekraftwerke, viele davon am Ende der Laufzeit. 6 Stadtwerke der Ruhrschiene, darunter Duisburg, haben ihr Interesse daran bekundet. Mit dem geplanten Verkauf wird energiepolitisch ein Riesenrad gedreht.
Die Ratsfraktion DIE LINKE spricht sich dafür aus, sich nicht nur der Gefahr bewusst zu sein, dass sich kommunale Energieerzeugung für lange Zeit auf klimaschädliche Kohlebasis festlegt, sondern auch die enormen Chancen sorgfältig zu prüfen. Wir stehen für die Umstellung auf eine nachhaltige, ökologisch vertretbare Energieerzeugung in öffentlicher Hand. Ist der Kaufpreis für die großteils veralteten Anlagen akzeptabel und einigen sich die interessierten Stadtwerke auf eine konsequente Strategie der Nachhaltigkeit, so könnten entscheidende Weichenstellungen für die Region und darüber hinaus erfolgen. Das sind für uns in der Tat K.o.-Kriterien.
Wir halten erste Stellungnahmen der Duisburger Grünen für problematisch, bereits jetzt schon von einer bevorstehenden ‚historischen Fehlentscheidung’ zu sprechen. Jetzt geht es erst einmal um handfeste Informationen und eine gründliche Diskussion von Für und Wider, sonst könnte auch eine ‚historische Chance’ verspielt werden.“