Botanischer Garten Hamborn

Trauriger Anblick der Tropenhäuser – aber Umgestaltung auf dem Weg

Im Botanischen Garten Hamborn befinden sich die beiden größten Gewächshäuser in einem beklagenswerten Zustand. Über 40 der unteren Drahtglasscheiben sind um die Karnevalszeit durch Vandalismus zerstört worden und mit einem Bauzaun gesichert. Die Tropenpflanzen sind weitgehend entfernt. Von der vom Rat Ende 2011beschlossenen Neugestaltung der Anlage insgesamt ist noch wenig zu sehen. Dennoch tut sich Entscheidendes.

Die Bürgerinitiative, der Förderverein Botanischer Garten Hamborn und die Gesellschaft für Aquarienkunde hatten nach heftigen Protesten und Unterschriftensammlungen erreicht, dass in Gesprächsrunden mit Verwaltung und Politik ein verändertes Konzept angenommen wurde, das auf die miserable Haushaltslage der Stadt Rücksicht nimmt. Danach werden das Subtropenhaus als Orangerie und das Tropenhaus als Landmarke gestaltet. Eines der beiden kleineren Gewächshäuser wird zunächst für ein Jahr dem Förderverein überlassen, der auch zwei Themenbereiche im Garten selbst übernehmen wird. 

Zahlreiche Vereine und Einzelpersonen wollen mit vielfältigen Angeboten wieder Leben in die Anlage bringen. Die weithin bekannten Veranstaltungen der Aquarianer wie Tauschbörse und Versteigerung sowie die Sommerausstellung der Fuchsienfreunde werden fortgeführt. Eines der kleinen Gewächshäuser wird vom Förderverein für Ausstellungen, Veranstaltungen und als Angebot für Schulen eingerichtet und soll möglichst im Sommer starten. Thementage wie Artenvielfalt, Tag des Baumes, Heil- und Küchenkräuter, Bienen und Honig sind schon fest eingeplant. Kurse und Workshops werden ebenfalls angeboten. Ein Bereich soll als traditioneller Bauerngarten eingerichtet werden, ein weiterer ist als Kräutergarten geplant. Weitere Sitzmöglichkeiten werden geschaffen. Der Verein ist zuversichtlich, im Sommer auch ein mobiles Café organisieren zu können. Bleibt zu hoffen, dass die Umgestaltung und energetische Sanierung der verbleibenden Häuser und auch die übrige Neugestaltung des Gartens ebenfalls vorankommen. Das Engagement der BürgerInnen darf nicht enttäuscht werden.