Kitas ohne Gebühren

Kindertageseinrichtungen wie Kitas und Krippen sind oft die ersten Orte außerhalb der Familie, die Kinder besuchen. Kinder brauchen für  ihre Entwicklung vielfältige Anregungen, Spielmöglichkeiten und andere Kinder. Dies alles erhalten sie in Kitas, die als Familien begleitende Einrichtungen die soziale, emotionale, kognitive, sprachliche, musische und motorische Entwicklung von Kindern fördern sollen mit dem Ziel einer freien Entfaltung der kindlichen Persönlichkeit.

Die Arbeit im Sozial- und Erziehungsdienst darf nicht krank machen. Durch fehlende Mittel in diesen Bereichen stieg die Belastung der MitarbeiterInnen in den letzten Jahren ständig. Mit sinkendem Personal steigen die Anzahl der zu betreuenden Personen und damit auch die Anforderungen an die Beschäftigten. Oft können sie ihren eigenen fachlichen Ansprüchen nicht mehr gerecht werden  - auch das macht krank.

Der Tarifkonflikt in diesem Bereich war, ist und bleibt wichtig, weil er die Diskussion, wie viel uns die Erziehung und Betreuung von Kindern kosten soll, wieder auf die Tagesordnung gesetzt hat. Die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst haben mehr verdient: Mehr Anerkennung, mehr Bezahlung, mehr Perspektiven.

Mogel- und Sparpackung Kinderbildungsgesetz (KiBiz)

Bei den ErzieherInnen trägt die schwarz-gelbe Landesregierung mit dem neuen Kinderbildungsgesetz (KiBiz) erheblich zu einer Verschärfung der Rahmenbedingungen in den Kitas bei. DIE LINKE.NR setzt sich für eine Rücknahme des KiBiz und perspektivisch für eine kostenlose Elementarbildung für alle Kinder auf qualitativ hohem Niveau ein. Für die Betreuung unserer Kleinsten sind eine bessere Entlohnung und Ausbildung sowie gute Arbeitsbedingungen der ErzieherInnen besonders wichtig. Kinder brauchen gute Kitas sowie gesunde und gut ausgebildete ErzieherInnen.

DIE LINKE.NRW fordert darüber hinaus:

  • Gleiche Chancen und einen Rechtsanspruch auf Tagesbetreuung für alle Kinder von Anfang an. Dieser Rechtsanspruch muss unabhängig vom Erwerbsstatus der Eltern gelten. Dazu brauchen wir ein Ausbauprogramm und eine Finanzierung, zu der besonders Bund und Länder beitragen müssen.
  • Kindertagesbetreuung muss gebührenfrei und für alle gleich zugänglich sein!
  • Kindertagesbetreuung gehört in öffentliche Hand! Wir brauchen ausreichend Kitaplätze in öffentlicher, kommunaler Trägerschaft und eine bessere Personal- und Mittelausstattung in den Einrichtungen. Soziale Berufe verdienen mehr1 Mehr Anerkennung und Mitbestimmung für die Beschäftigten!
  • Das Betreuungsangebot für Unter-dreijährige muss insbesondere in Kindertageseinrichtungen zügiger ausgebaut werden