Ab 1. August erhöhen viele Verkehrsbetriebe wie auch der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr drastisch ihre Fahrpreise, sowohl für Einzel- als auch für Monatstickets. Es ist unglaublich und unverschämt, mit welcher Dreistigkeit die Fahrpreise nahezu routinemäßig erhöht werden."
Neben den erneuten sozialen Belastungen für große Teile der Duisburger Bevölkerung ist eine Erhöhung der Fahrpreise auch unter ökologischen Gesichtspunkten nicht hinnehmbar, denn der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) sichert das Recht auf Mobilität in verkehrs-, energie- und umweltpolitisch sinnvoller Weise. Die Forderung der LINKEN nach einem Du-Pass mit Sozialticket ist deshalb aktueller denn je. Ein kostengünstiges Sozialticket muss für Bedürftige, wie z. B. Hartz-IV-Betroffene zur Benutzung von Bus und Bahn im gesamten Stadtgebiet ohne Zeitbeschränkung berechtigen.
Dass dies geht, zeigen Beispiele in Dortmund, Köln und Unna. DIE LINKE fordert CDU und Grüne erneut auf, sich auch in Duisburg nicht länger einem Sozialticket zu verweigern. Parteien wie die CDU, die für marode Banken Hunderte von Milliarden locker machen und gleichzeitig ein Sozialticket ablehnen, machen sich völlig unglaubwürdig. Gutachten in anderen Städten belegen, dass ein Sozialticket ohne größere Zuschüsse finanzierbar ist, da u. a. durch höhere Fahrgastzahlen die Wirtschaftlichkeit steigt und auch die Zahl der ‚Schwarzfahrer’ sinkt.
Martina Ammann