Hüseyin Aydin und Marc Mulia kandidieren in Duisburg
Auf ihrem Landesparteitag im Essener Congress Center wählte DIE LINKE NRW 36 KandidatInnen zur Bundestagswahl. Dabei erreichte Marc Mulia mit Listenplatz 12 einen aussichtsreichen Platz auf der Reserveliste der LINKEN NRW.
Auffallend und erfreulich zugleich ist, dass unter den ersten fünf Listenplätzen vier Frauen sind. Neben der ver.di Gewerkschaftssekretärin Ulla Lötzer (MdB, DIE LINKE) auf Platz 1 treten auf den Spitzenplätzen die Bundestagsabgeordneten der LINKEN Ulla Jelpke, Inge Höger, Paul Schäfer und die bisherige Europaabgeordnete der LINKEN Sarah Wagenknecht an. DIE LINKE präsentiert sich zur Bundestagswahl inhaltlich wie personell mit einem starken Spitzenteam und ist gut aufgestellt.
Auf dem Landesparteitag kritisierte Oskar Lafontaine in seiner begeisternden Rede, dass der Casinokapitalismus abgewirtschaftet habe und verlangte u. a. eine Millionärssteuer, damit diejenigen, die die schwere Wirtschafts- und Finanzkrise zu verantworten haben, endlich zur Kasse gebeten werden und nicht die Mehrheit der Bevölkerung. Eine Umverteilung des Reichtums sei längst überfällig. DIE LINKE fordert die Abschaffung von Hartz IV und übergangsweise mindestens eine Anhebung des Arbeitslosengeld II auf 500 Euro, einen Mindestlohn von 10 Euro und eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 30 Stunden.
Marc Mulia wurde auf Platz 12 der Landesliste zur Bundestagswahl gewählt und belegt damit einen aussichtsreichen Platz. Marc Mulia tritt für DIE LINKE auch als Direktwahlkandidat im Wahlkreis Duisburg Süd an. Er verließ 1999 die Grünen nach deren Zustimmung zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr und arbeitet seit 2007 im Parteivorstand der LINKEN, wo er für Bildungspolitik zuständig ist. Mulia in seiner Rede auf dem Landesparteitag: „Wir brauchen endlich mehr Geld für Bildung, wir brauchen gebührenfreie Kitas wie gebührenfreie UNIs und wir brauchen eine Schule für alle Kinder, aus der niemand ausgegrenzt wird und die jeden einzelnen fördert und bildet.“ Marc Mulia ist davon überzeugt, dass DIE LINKE mit ihren sozialen, bildungs- und umweltpolitischen Forderungen und einem engagierten Wahlkampf die Zahl ihrer Bundestagsabgeordneten aus NRW von derzeit 7 auf 14 verdoppeln wird. Mulia: „Wir werden einen fairen aber in der Sache harten Wahlkampf führen“.
Als Direktkandidat im Wahlkreis Duisburg Nord tritt Hüseyin Aydin an, der bis 2005 als Gewerkschaftssekretär für die IG Metall tätig war. Als die SPD mit der AGENDA 2010 und Hartz IV ihren bis heute verfolgten Kurs des Sozialabbaus einschlug, verließ Aydin die SPD und ist seit 2005 Bundestagsabgeordneter für DIE LINKE. Im Wahlkampf will er den Duisburger SPD-Abgeordneten Johannes Pflug an seinen Taten messen. Hüseyin Aydin: „Ob es um die Verlängerung des Renteneintrittsalters, den gesetzlichen Mindestlohn oder die Bürgerversicherung ging: Johannes Pflug stimmte mit CDU und FDP immer gegen die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Bei keinem einzigen der Anträge der Fraktion DIE LINKE erinnerte sich Pflug an seine vorherigen Aussagen im Duisburger Wahlkreis. Wer im Wahlkreis sozialpolitische Versprechungen macht und sich in jeder Abstimmung anders verhält, hat seine Glaubwürdigkeit bei den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort verloren.“