Hermann Dierkes, Vorsitzender der Ratsfraktion DIE LINKE, war Ende Februar als Oberbürgermeisterkandidat zurück getreten, nachdem er massiv diffamiert wurde. Dierkes hatte der weltweiten Kampagne gegen israelische Kriegsverbrechen in Gaza und der über 40 Jahre andauernden illegalen Besatzung von Palästinensergebiet Unterstützung signalisiert. Mittlerweile erhielt Hermann Dierkes Zuspruch und Solidarität aus aller Welt. Dierkes: "Am meisten hat mich eine Unterschriftensammlung von jüdischen Stimmen aus rund einem Dutzend Länder einschließlich Israels gefreut. Unter den über 700 Friedensaktivisten befinden sich namhafte Persönlichkeiten wie die Globalisierungskritikerin Naomi Klein (Kanada), der Sprachwissenschaftler Noam Chomsky (USA), die Frauenrechtlerin Judith Butler (USA), der Gewerkschaftspublizist Jakob Moneta (Deutschland) und der Friedensaktivist und Autor Michael Warschawski (Israel)." Nach einem Gespräch zwischen Dierkes und dem geschäftsführenden Parteivorstand der LINKEN erklärte Lothar Bisky klipp und klar: "Genossen wie Hermann Dierkes Antisemitismus vorzuwerfen ist absurd. Wir nehmen ihn gegen die Diffamierungen in Schutz. Die Kritik an Israel ist legitim. Der geschäftsführende Vorstand spricht sich für ein Waffenembargo und Sanktionen aus, will aber von einem Boykott israelischer Waren, wie es in vielen Ländern gefordert wird, in Deutschland aus historischen Gründen absehen."