Professionelle Integrationspolitik nötig

Von Erkan Kocalar

Die Duisburger Verwaltung hat dem Rat nach den Integrationskonferenzen von 2005/06 das Integrationsprogramm 2009 zur Kenntnisnahme vorgelegt. Die Ratsfraktion DIE LINKE begrüßt – trotz Kritik im Detail, unzureichender Finanzausstattung und dem Mangel an professionellen Strukturen - grundsätzlich das Programm. Es ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Einlösung einer lange von unserer Fraktion aufgestellten Forderung. Die Integration der Zuwanderungsbevölkerung stellt eine der wichtigsten gesamt-,aber auch kommunalpolitischen Herausforderungen dar. Es geht um die Herstellung von sozialer Gerechtigkeit, Chancengleichheit und demokratischer Teilhabe, ohne die ein gedeihliches Zusammenleben nicht möglich ist. Mit dem Integrationsprogramm 2009 haben wir erstmals einen gegliederten Überblick über die vorhandenen und geplanten Maßnahmen und Ziele. Wesentliche Bestandteile der auf Initiative der LINKEN 2007 vom Rat beschlossenen integrationspolitischen Leitlinien als Grundlage für ein konkretes Handlungskonzept finden sich leider nicht im vorliegenden Programm wieder. Wir halten die Förderung der interkulturellen Kompetenz des Lehr- und Ausbildungspersonals für unverzichtbar, kostenlose Kinderbetreuungseinrichtungen; den Ausbau der Mehrsprachigkeit als Basis zum besseren Erwerb der deutschen Sprache sowie die konsequente Berücksichtigung der Migranten in der Personalstruktur von Verwaltung und stadtnahen Betrieben. Integration kann nur mit professionellen Grundstrukturen erfolgreich sein. Ehrenamtliches Engagement reicht nicht.