Seit der Supermarkt in Baerl zusammengebrochen ist, gibt es keinen Discounter mehr im "Dorf". Offenbar hatten die großen Firmen kein Interesse mehr, den recht kleinen Stadtteil mit dem Lebensnotwendigsten zu beliefern. Die Gerüchte, nachdem der private Besitzer des Supermarktgrundstückes schnelles Geld mit der Supermarktmiete machen wollte, halten sich aber auch hartnäckig. Bürgerliche Parteien fällt in so einer Situation nichts ein, das Grundstück steht leer und der Supermarktbau verkommt.

So ist es der Initiative der LINKEN zu verdanken, dass das Thema wieder aktuell wurde. Gemeinsam mit mehreren anderen Prüfaufträgen soll die Verwaltung die Chancen auf Realisierung eines CAP-Marktes prüfen. Die ersten Ergebnisse liegen vor: Der Prüfauftrag der SPD auf Abriss des Künstlerhauses, damit PLUS sich dort ansiedelt, hat keine Chance auf eine politische Mehrheit. DIE LINKE begrüßt, dass der Kahlschlag in Baerl zugunsten eines Supermarktes nicht stattfindet.

Lediglich für den CAP-Markt gibt es eine realistische Chance für die Lebensmittelversorgung in Baerl. (CAP-Märkte sind Betriebe, die Menschen mit Handicap/Behinderungen beschäftigen, daher die Abkürzung CAP.) Gerade dort, wo der Konkurrenzkampf im Lebensmittelbereich nicht so hart ist, da haben sich CAP-Märkte auch in Duisburg bewährt. Es gibt keine "Überkapazität" und die Preisorientierung spielt in Baerl eine geringere Rolle als in "schwächeren" Stadtteilen Duisburgs. In einem Gutachten, dass der Landschaftsverband Rheinland (LVR) zur Rentabilität von CAP-Märkten in Auftrag gegeben hat, heißt es: "CAP-Märkte gehen bewusst gegen den Trend zu großen Verkaufsflächen. Sie setzen ihren Schwerpunkt auf Nahversorgung und auf ein kleines Spezialsortiment, das von größeren Betreibern aufgegeben wurde, die das Konzept auch auf kleineren und kundenferneren Flächen möglich erscheinen lässt."

DIE LINKE ist optimistisch, dass ein CAP-Markt gerade für Baerl zu realisieren ist.