Schon 2002 betrug das Gesamtvermögen in Deutschland rund 4,5 Billionen Euro. Den "Top 10 Prozent" der Bevölkerung gehört davon mehr als die Hälfte. Die unteren zwei Drittel der Bevölkerung verfügen nur über 10 % aller Vermögen. 30 % haben überhaupt nichts. Viele sind hoch verschuldet. Seitdem hat sich die ungerechte Vermögensverteilung weiter verschärft. DIE LINKE stellt sich als einzige Partei dieser verheerenden Entwicklung in den Weg und schlägt Alternativen vor, vor allem in der Steuer-, Sozial-, Bildungs- und Friedenspolitik. Zentrales Gegenargument: "Nicht finanzierbar". Folgende Beispiele zeigen, wie hohl es ist und worum es wirklich geht.

Erst Schröder und seine SPD-Grünen-Regierungen, dann Merkel und die große Koalition aus CDU und SPD: Sie füttern die Reichen auf Kosten der Mehrheit. Zwischen 1991 und 2004 stiegen die Vermögenseinkommen um rd. 43 und die Gewinne um durchschnittlich 27 %. Während die Löhne kollabiert sind, explodierten die Managerbezüge. Um nur ein Beispiel zu nennen: J. Ackermann, Chef der Deutschen Bank, streicht jährlich 400 Mal so viel ein wie eine durchschnittliche Bankangestellte. Die finanziellen Lasten durch Steuerhinterziehungen, Börsenspekulationen und Banken-Insolvenzen tragen Millionen von ArbeitnehmerInnen. Und "versagen" die Manager, kassieren sie dicke Abfindungen, die Beschäftigten werden auf die Straße gesetzt.

Bereits im November 2007 hatte DIE LINKE gefordert, Managergehälter maximal auf das 20-fache der Durchschnittsbezüge zu beschränken. CDU/CSU und SPD lehnten ab. Anschließend klagen die Steinbrücks und Pofallas über zu hohe Managereinkommen. "Die Politik muss sparen", erzählen uns Vertreter von CDU, SPD, FDP und Grünen ununterbrochen. Sie meinen damit natürlich nicht ihre Diäten und Versorgungsleistungen. Nicht die massiven und unkontrollierten Industriesubventionen (Siemens und Nokia lassen grüssen!) oder die immensen Ausgaben für Rüstung und Auslandseinsätze der Bundeswehr. In Deutschland leben 55 Milliardäre, die zusammen 245 Mrd. US-Dollar besitzen. Allein die Aldi-Brüder nennen dabei Reichtümer in Höhe von 37,5 Mrd. US-Dollar ihr Eigen.

2008 bekommen die Besitzenden durch eine weitere "Steuerreform" der großen Koalition über 10 Mrd. Euro geschenkt. Nur DIE LINKE will, dass Vermögen stärker besteuert werden. Würden betuchte Erben bei uns so hoch besteuert wie in Frankreich, hätte der Fiskus 12 Mrd. Euro mehr. Seit Jahren verspricht die SPD, die Vermögenssteuer wieder einzuführen. Eingelöst wurde das Versprechen natürlich nicht. Dabei würde schon ein Steuersatz von nur 1 % Mehreinnahmen von 16 Mrd. Euro pro Jahr ausmachen. Notwendig ist auch eine Börsenumsatzsteuer. Die Forderungen der LINKEN zur Sicherung der Sozialsysteme, zum Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen, zur Bildungsreform und zur Armutsbekämpfung sind allemal finanzierbar, vor allem durch eine gerechte Steuerpolitik.