Beispielhafte Kümmererarbeit in Alt-Walsum
Im letzten Jahr verschwanden spurlos die Tore auf dem Bolzplatz Hobelgasse in Alt-Walsum. Offensichtlich hatte jemand etwas gegen Fußball spielende Kinder. Da der Kümmerer und Bezirksvertreter Jürgen Markert (DIE LINKE. Offene Liste) bereits erreicht hatte, am Franz-Lenze-Platz einen Platz für fußballbegeisterte Kinder zu schaffen, wurde er von Eltern angesprochen, deren Kinder an der Hobelgasse spielen. Jürgen Markert erklärte sich spontan bereit, sich zu kümmern. Dann erlebte er allerdings eine Odyssee von Rechtsprüfung, Amtsschimmelei, Einwendungen von Bolzplatzgegnern sowie leeren Versprechungen des Bezirksamtsleiters Hartmut Schwell. Gegenüber dem Fernsehen versprach dieser eine "kurzfristige" Prüfung. Gleichzeitig mehrten sich die Hinweise, dass die Verwaltung keine Gelder locker machen wollte. Erst das Eingreifen der Medien und die öffentliche Diskussion brachten überhaupt Bewegung in die Sache.
Walter Hellmich, Präsident des MSV, der aus der Tageszeitung von der Angelegenheit erfahren hatte, erklärte sich bereit, die neuen Tore zu sponsern. In der Zwischenzeit musste ein Bauantrag in der BV Walsum beschlossen werden. Nach diesem Beschluss dauerte es jedoch nochmals zehn Monate, bis schließlich Mitarbeiter der Fa. Hellmich mit Baufahrzeugen anrücken und die neuen Tore aufstellen konnten. Die Tore sind aus Metall und fest im Boden verankert. Am 1.8. - nach insgesamt 14 Monaten - wurde der Bolzplatz Hobelgasse den Kindern endlich übergeben.
An der Zeremonie nahmen u. a. der OB, Vertreter der Sponsorenfirma und Verwaltungsmitarbeiter teil. Der 800 m² große Platz bietet Kindern bis zu 14 Jahren die Möglichkeit, Fußball zu spielen und sich sportlich zu entwickeln. Jürgen Markert hat sich im Interesse der Alt-Walsumer weitere Ziele gesteckt: In der BV stellte er den Antrag, den Bolzplatz mit Fangzäunen auszustatten, um die Beeinträchtigung der Nachbarschaft so gering wie möglich zu halten. Dadurch könnten auch Nutzerkonflikte vermieden werden, wenn das Areal noch zu einer Grünfläche mit Bänken entwickelt wird. Dem mochten aber die anderen Parteien aus Kostengründen nicht folgen.