Pressemitteilungen08. Mai 2009

Von: Hermann Dierkes

WAZ-Artikel: Die Problemzone der Linkspartei

Hallo Frau Gareis,

diese Sammlung von realen und erfundenen Skandälchen und Randnotizen können sie doch von jeder politischen Partei machen. Je größer, desto mehr und desto „gehaltvoller“. Was wollen Sie und die WAZ Ihren geneigten LeserInnen denn damit vermitteln? Dass Politik völlig Banane ist? Dass es keinerlei Alternative zu der heutigen Mainstream-Politik gibt und geben darf?

Was meine Person betrifft, Frau Gareis, die ich wieder in alles Mögliche hinein gerührt werde, nur soviel:

Hermann Dierkes
Fraktionsvorsitzender
DIE LINKE

1. Es war die WAZ, die mich systematisch zur Unperson stilisiert hat. Es waren die Fälschungen und Halbwahrheiten der WAZ im Zusammenhang mit meiner Kritik am Überfall Israels auf Gaza und öffentlichen Gegenmaßnahmen, damit die Massaker aufhören. Damit hat die WAZ andere zu Stellungnahmen gegen mich provoziert, von denen etliche inzwischen sehr nachdenklich geworden sind, nachdem die Wahrheit auf den Tisch kam.

2. Was wissen Sie eigentlich von unserer nun 10-jährigen engagierten Arbeit im Rat der Stadt Duisburg, um meine politischen MitstreiterInnen und mich in die „Problemzone“ der Linkspartei zurücken? Ich behaupte schlicht und ergreifend: Gar nichts. Aber darum geht es Ihnen offenbar auch gar nicht. Sie wollen und sollen uns „kaputt“ schreiben“ im Interesse einer Partei, der die WAZ so nahe steht, dass das WAZ-Motto „unabhängig und überparteilich“ Realsatire ist. Fragen sie x-beliebige VertreterInnen aller anderen Ratsfraktionen einschliesslich den Oberbürgermeister, wie sie uns politisch einschätzen und was sie von der WAZ-Kampagne halten. Fragen sie langjährige WAZ-Mitarbeiter aus Duisburg. Wir streiten uns in den Ratsgremien und Bezirksvertretungen über unterschiedliche Konzepte - hart in der Sache, aber fair. Uns gewissermassen als Chaoten zu charakterisieren, ist Verleumdung, um nicht zu sagen Schmierenjournalismus.

3. Wir laden Sie gerne ein, uns einmal ein paar Tage bei unserer Arbeit zu begleiten und darüber anschliessend Ihren LeserInnen fair zu berichten.